Sonntag, 08.07.2012

Das Ende vom Ende ...

Es ist fast so weit, das Jahr ist fast vorbei. Genau mit heute sind es noch 8 Tage, wobei ich in genau einer Woche in den Flieger steige. Es ist ganz verrückt.
Ich erzähl euch ein bisschen von den letzten paar Sachen, die noch so passiert sind.

All Staff Morning Tea

Den gibt es am Ende jeden Terms am letzten Donnerstag. Sprich wirklich jedes Staffmember ist anwesend, von den Putzfrauen zu den Küchenladies und den Hausmeistern bis zu allen Lehrern. Dort werden all die verabschiedet, die die "Nga Tawa Familie" verlassen, also am Ende diesen Terms auch wir.
Yvonne hat ein paar WOrte gesagt und uns dann Dankeskarten gegeben, wo der komplette Staff unterschrieben hatte. Das war schon cool.
Aber wir waren auch vorbereitet, wir hatten vorher Marton leer gekauft und ein paar Präsente für die Leute, bei denen wir uns bedanken wollten gekauft.

Die Putzleute und die Küchenfrauen haben je einen Blumenstrauß bekommen, die Hausmeister ne Kiste Bier (gutes Krombacher XD) und Yvonne nen ganz fetten Blumenstrauß und ne Umarmung (und theoretisch unsere Katze, die hat sie aber erst heut Morgen abgeholt).

Ich glaub alle waren ein bisschen begeistert. Die Putzfrauen haben gesagt, dass wir die ersten Tutors waren, die sich überhaupt bedankt haben. Yvonne meinte auch, dass  wir uns bei den Richtigen bedankt haben.

Der letzte Arbeitstag

Der war vollgepackt bis zum geht nicht mehr.
Erst hatte ich Spanisch, wo ich eine kleine Powerpoint gehalten hab über mein Leben in Deutschland (natürlich auf Spanisch). Dann hatte ich Paul, also hab irgendwas an Computern gemacht, das war Semispannend, dann hatte ich meien allerallerletzte Study und dann war ich bei Yvonne und wir haben schnell noch den ganzen Kram gemacht, der so angelegen hat.

Dann ging es zum Lunch und dann direkt mit Programmen in der Hand vor die Türen der Versammlungshalle. Denn House Drama stand an. Das heißt, dass jedes Haus eine 20minütige Theateraufführung einstudiert und die dann präsentiert und dann wird das Haus gewählt, das am Besten war.

Nach eeeeewigem Theater haben wir Yvonne dann geholfen die Halle aufzuräumen und für mich ging es dann ins Marshallhaus zu Frances, wo ich noch mal (und zum letzen Mal!!) alle Zimmer kontrolliert hab und geguckt hab, ob alles sauber ist.

Nachdem Frances mich entlassen hatte, bin ich dann zum Staff Umtrunk gegangen, wo alle zusammen sitzen und den Term ausklingen lassen. Wir Tutors hatten aber keine Zeit, denn wir mussten uns umziehen, wir waren nämlich zum Essen eingeladen, von der Nga Tawa Pastorin.

Die wohnt zum Glück auch auf dem Gelände, also hatten wir es nicht weit. Wir haben dann mit ihr und ihrem Mann gegessen und geredet und dann war der Abend auch schon um.
Silja ist dann direkt den Abend nach Australien aufgebrochen und wir sind ins Bett.

Seit dem haben wir hradcore gegammelt bis gestern, da hat das große Packen eingesetzt, weil wir morgen das Haus hier verlassen müssen. Für mich gehts nach Waikanae zu Anna und dann zusammen mit ihr nach Auckland und dann geht es nach Hause!!

Ich freu mich schon sehr auf zu Hause und ich fiebere dem Abflugtag entgegen. :D

Bis ganz bald (8Tage)
Thea

 

 

 

 

 

Freitag, 25.05.2012

Ich und die Queen

Verwirrung durch die Überschrift und nein ich maße mich nicht an mich mit der englischen Königin zu vergleich. Obwohl es eine Sache gibt, die uns verbindet.
Wir haben in einem ziemlich nahen Zeitraum beide Geburtstag.
Meiner war am Mittwoch (vielen vielen dank für die Anrufe, E-Mails, Briefe, Sms und Kuchen xD) und ihrer ist heute in einer Woche (glaub ich ...).

Das hat sich dann auch schon mit den Ähnlichkeiten zur Queen, wobei uns dank ihres Geburtstages (was gar nicht ihr echter, sondern nur ihr offizieller Geburtstag ist) ein langes Wochenende erwartet.
was wir da machen steht eigentlich noch gar nicht fest.
Hoffentlich finden wir mal Zeit an unserem Abschiedsgeschenk für die Mädels zu arbeiten.
Wir wollen den Mädchen nämlich ein Video machen wo wir an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Liedern tanzen. Warum? Naja ... eigentlich hat es nicht so viel Sinn, wir wollen nur was cooles machen, was den Mädels Spaß macht.

Tatsächlich kreisen die Gedanken immer mehr um die Heimat.
Ich hab heute an den Stundenplänen für unsere Nachfolger gearbeitet.
Und dann müsste mal organisiert werden was wir in den zwei Wochen "Ferien" machen, die auf uns zu kommen.

Denn: 29.06. ist letzter Arbeitstag.
Einerseits freut man sich, dass es bald nach Hause geht, andererseits ist es komisch.
Nach einem Jahr ist das hier doch irgendwie ein zu Hause geworden und ich fange jetzt schon an Dinge und Leute zu vermissen (und ja, man soll es nicht glauben auch die Mädchen).

Naja, genug melancholisches Gefasel.
Auf gehts zu meinem Geburtstag.

Noch am Vorabend meines Geburtstags hab ich das erste Geschenk bekommen. Herr Frederik ist einfach so aufgetaucht, einfach aus dem nichts und hat mich überrascht.
Das hat mich sehr gefreut.
Trotzdem war er dann Mitternacht nicht der erste, das geht doch an meine Familie.
Mit denen hab ich dann am Telefon morgens geschnackt.
Freddy hat seine Backkünste unter Beweis gestellt und mit einen Kuchen geschenkt (mit Auspuste-Kerzen!).
auf Arbeit haben die Mädchen in Spanisch (sehr schief) für mich gesungen und zum Mittagessen hab ich das geschenk von meinen Mädels bekommen.
Die hatten eine riesige Torte gebacken und so gab es statt Mittagessen Torte.
Dann´hab ich die Fußballmädechen zum Spiel begleitet und dann hab ich den Tag ganz entspannt ausklingen lassen.

Es ist echt komsich den Geburtstag fern von zu Hause zu feiern (und im Herbst!!), aber schön war es trotz allem.

Jetzt ist die 5te Woche des 2ten (und letzten) Terms um und damit ist genau Halbzeit.
ab jetzt sind es noch 5 Wochen Arbeit.
Ich kann kaum fassen wie schnell die fünf Wochen vorbei gezogen ist. Morgen werde ich schon den Koffer packen und übermorgen gehts in den Flieger.
So fühlt es sich jedenfalls an.

Na gut Freunde.
ich kann es kaum erwarten nach Hause zu kommen.

Ich bin ganz gespannt auf euch alle.
Ich wünsch euch das beste

bis ganz bald.

Thea

Mittwoch, 25.04.2012

ANZAC Day oder Ein vollkommen schwachsinniger Feiertag

Kurzinfo: ANZAC steht für Australian and New Zealand Army Corps und der ANZAC Day ist ein Erinnerungstag für alle Soldaten, die während des Ersten Weltkriegs (oder einfach allen Kriegen) gefallen sind.
Ich möchte jetzt alle Europäer mal anhalten sich ihre Geschichtsstunden in Erinnerung zu rufen und sich zu fragen ob sie JEMALS folgenden Satz gehört haben "...und da kamen dann die Aussies und Kiwis in Spiel, die haben den Krieg aber mal entscheidend rumgerissen ..." Klingelts da? Nich? Ja, is auch kein Wunder, denn der Einsatz im 1.WK ist so unbedeutend, dass man ihn welthistorisch vernachlässigen kann. ABER Kiwis sind so nationalstolz, dass man diesen Tag ausgiebig feiern muss (spezielles Fernsehen, spiezelle Gottesdienste und jeder hat nen Anstecker) ...

Wie auch immer. ANZAC Day hieß für uns erst "Juhu" und dann "Boah ne"
Juhu, weil es EIGENTLICH ein freier Mittwoch für uns sein sollte, aber dann kam das große Boah ne, denn es klingelte das Telefon und wir durften den Tag arbeiten.
War aber alles nur halb so schlimm und der Tag wurde noch ganz okay.
Ich hab ihn intensivst genutzt um mich gesund zu schlafen, denn ich bin mal wieder krank mit Fieber und Husten im Bett.
Das ist alles nicht so schön, wird aber schon besser.


Jetzt fragt ihr euch "hey, was faselt sie über freien Tag, hat sie nicht Ferien?". Und nein, denn seit Montag hat der zweite Term angefangen, also für mich der letzte. Das heißt nur noch 10 (naja jetzt 9 1/2) Wochen Nga Tawa und nur noch 12 Wochen Neuseeland. Verrückt, dass ich bald meinen Koffer packe (wie auch immer das gehen soll, ich hab einfach zu viele Sachen) und nach Hause fliege.
Jedenfalls hat der Stress mich wieder, oder anders gesagt, das Sportdepartment. Gestern bin ich 3km über eine Kuhweide gelaufen ... auch das macht man an Nga Tawa.

Meine Ferien waren hauptsächlich unspektakulär.
Die erste Woche war ich allein zu Haus und hab ferngesehen, geschlafen und gegessen, was man in den Ferien eben so macht. Das erste Wochenende wollte ich eigentlich Anna besuchen fahren in Waikanae, aber an dem Freitagmorgen bin ich 9 Uhr aufgewacht und das war schon ein schlechtes Omen. Normalerweise hat mich die Katze nämlich mit einem liebevollen Tritt ins Gesicht geweckt und nach Futter gefragt. Nur diesen Morgen nicht.
Das war schon verdächtig. Dann hat er nicht gefressen, stark gehumpelt und gezittert.
Da brauchte es keinen Abschluss in Veterinärmedizin um zu sehen:
Der Katze gehts schlecht.

Also hab ich den Tierarzt angerufen und sofort einen Termin gemacht.
Dann hab ich alles abgesagt, die Katze in die Transportbox gestopft und bin los gelaufen.
Der Tierarzt ist laut google maps 2,5km von uns weg - mit dem Auto kein Problem, aber ich hatte kein Auto. Ich musste laufen und nebenbei 2,6 Kilo kranke Katze mit mir rumtragen.
Da es hier keine Fußwege gibt (also schon, aber nicht an unserer Straße) bin ich am Straßenrand lang gelaufen und wurde sowohl von mir entgegen kommenden Autofahrern als auch von Kühen dumm angestarrt.

Beim Tierarzt hat sich dann nur rausgestellt, dass der Kleine in einem Kampf in den Arm gebissen wurde und das angeschwollen ist.
Sie hat die Wunde dann desinfiziert und ihm zwei Spritzen gegen sein Fieber gegeben.
Dann hat sie mir die Tür aufgehalten und mir eine rechnung von 85 Dollar in die hand gedrückt.
Aber was macht man nicht alles für das Haustier?

Zu Hause angekommen hat der Kleine auch wieder gefressen und spätestens am nächsten Tag ging es ihm besser denn je.

Am Sonntag kam Erin aus Aussie wieder und es war schön endlich wieder Gesellschaft zu haben. Ganz allein in einem großen Haus im nirgendwo, ist manchmal etwas gruselig.
Mit ihr kam Monique und es wurden 3 spaßige Tage.
Mittwoch sind Erin und ich dann in den Bus gestiegen und nach 9 Stunden in Auckland wieder ausgestiegen.
Dort sind wir bis Freitag geblieben, haben zwischendurch Freddy vom Flughafen abgeholt, Tom getroffen und uns Ohrlöcher stechen lassen.
Und dann ging es in einer Nachtfahrt zurück nach Hause.
Samstag stand dann ganz im Zeichen des Schlafes und Sonntag war ein Wasch- und Putztag.

Und so waren zwei Wochen Ferien auch schon rum und schon ist Mittwoch, der 25.April, ANZAC Day oder Ein vollkommen schwachsinniger Feiertag.

In dem Sinne.
Cheers und liebste Grüße

Thea

Dienstag, 10.04.2012

96 Tage noch.

Die Überschrift sagt ja schon alles. Ja, es geht in die Einstelligen!
Noch 96 Tage to go, aber ich erzähl euch liebr von den letzten paar Wochen.

Harry Potter Party
Nach Wochen (und das ist nicht übertrieben) der Vorbereitungen standen dann schließlich Fawkes aka Silja, Hagrid aka Erin, Prof. Umbridge aka Maria, Hermine aka Bente und Prf. McGonagal ala ich in unserem Wohnzimmer. Naja wohl eher in Hogwarts, denn unser Wohnzimmer sah nicht mehr wirklich aus wie ein Wohnzimmer.
Unsere Gäste erschienen auch zahlreichlich und lobten uns für unsere Deko (die übrigens zu 80 Prozent noch zu bestaunen ist). Wir hatten sogar genug Leute um sie in 4 Häuser einzuteilen und ein paar Spiele zu spielen (äh, ich meine natürlich die Hausmeisterschaften).
Gewonnen hat übrigens Rawenclaw. Und es hat sehr Spaß gemacht.
Schöne Feier.

Year 9 Camp
Silja, Erin und ich sind Montag mit Rucksäcken bepackt in einen riesigen Bus gesprungen und 1 1/2 Stunden später wieder ausgestiegen und waren direkt im Year 9 PE Camp.
Das ist die neuseeländische Variante von Klassenfahrten, nur dass die alle eben einen sportlichen Schwerpunkt haben.
Wir waren da als zusätzliche Staffmember. Und je weiter die Woche schritt, desto witziger wurde es mit den Lehrern. Lehrer sind Lästertaschen und es ist schwer ein gutes Haar an den Mädels zu lassen.
Das Camp war eine Mischung aus Hochseilgarten und Teambildungscamp. Wir durften an allen Aktivitäten teilnehmen und unsere einzige Aufgabe wirklich war uns um das Geschirr nach dem Essen zu kümmern.
War eigentlich ne echt schöne Woche (und ich hab Bogenschießen gemacht ...2x)

New Zealand Royal Air Force
Jetzt wirds ein bisschen kompliziert. Erin hat eine Freundin (aus Kanada), die in New Plymouth in einem camp arbeitet. Monique (so heißt sie) hat einen Freund, mit dem sie ausgeht [kleiner Englischunterricht: man ist eigentlich nie in einer "Relationship" (außer man ist verlobt oder so), man "datet", und ja man "datet" auch nach Jahren noch] jedenfalls ist Simon (so heißt er) in der New Zealand Royal Air Force.
Also Monique eines Wochenendes bei uns war hat sie vorgeschlagen, dass wir in die Air Force Bar gehen. Gesagt getan. Wir sind zur Base gefahren und Simon hat uns rein geschmuggelt (mit zwei Leuten im Kofferraum).
Als wir die Bar betreten haben war es im ersten Moment gruselig, weil es nur Kerle waren. Aber Simon (übrigens halb Kiwi, halb Deutscher und sein deutsch ist sehr gut, was ich immer mal wieder vergesse xD) hat uns beruhigt, in dem er meinte, dass die Jungs nur schüchtern sind. Es wurde ein lustiger Abend mit Billiard und netten Jungs.

Year 13 Camp
Eigentlich wollten wir alle am Samstag zur Air Show, aber da ich am Sonntag zum nächsten SportCamp aufbrechen sollte, hab ich mich dagegen entschieden. Am Sonntag gings dann 10 Uhr morgens zu den Schulvans. Mit denen (2 Lehrern und 14 Mädchen) sind wir nach Wellington gefahren und dann auf die Fähre. Von da hieß es hallo Südinsel. Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich noch einmal die Gelegenheit bekommen sollte, aber es kam doch.
In Picton angekommen sind wir in einen Holiday Park und eigentlich direkt ins Bett.
Am nächsten Morgen haben wir unsere Sachen wasserdicht verpackt und sind zum Hafen und da standen sie. Groß, gelb und hässlich: Kajaks.
Die nächsten drei Tage waren wir größtenteils auf dem Wasser und größtenteils nass. Kayaken ist definitiv nicht mein Sport. Man wird nass, selbst wenn man wasserabweisendes Zeug trägt, man beansprucht Muskelpartien, die ich nicht mal kannte und man schläft in Zelten beim Campen. Und ich steh nicht so auf Zelten wenn da nur Leute sind, die ich eigentlich nicht wirklich kenne, das Wetter kacke ist und es Herbst wird und somit nach Einbruch der Dunkelheit KALT.
Alles in allem war es ganz okay, aber für kein Geld der Welt mach ich das nochmal.

Ferien
Ja, schon wieder. Ich hab nicht viel geplant und bin zur Zeit nur zu Hause und fern von Stress. Was auch ganz nett ist.
Die anderen sind auf tropischen Inseln, Australien oder im Roadtrip.
Mal sehen ob ich die Woche noch ein paar Geisteblitze habe und euch daran teil haben lasse.

Sonst ist hier alles sehr ruhig, es wird langsam Herbst, ist tagsüber aber trotzdem warm und wie gesagt ...

noch 96 Tage.

Thea

Sonntag, 11.03.2012

Zwischenresüme.

Wobei "zwischen" nicht ganz stimmt, denn es sind nur noch 5 Tage und 4 Monate und wie ich prophezeite fliegt die Zeit seit Silvester an mir vorbei.
Wir sind nur noch 17 Wochen hier und bereits in der 7ten Woche des Ersten Terms.

Mir ist aufgefallen, dass ich am Anfang wesentlich mehr geschrieben habe und das hat einen ziemlich einfachen Grund.
Ich hab mich einfach eingelebt. Jede Woche ist hier im Prinzip wie die andere. Es gibt kaum Neuigkeiten und hier zu sein ist Normalität.

Jetzt hab ich meine kleinen grauen Zellen aber mal angeschmissen und hab doch ein bisschen was Neues gefunden, was ich euch erzählen kann.

Maxi

Kurz nach Beginn des Terms kamen Silja und Maria nach der Arbeit plötzlich zu mir ins Zimmer. Ich war schon im Bett und hab mich über die späte Störung doch gewundert.
Doch Maria hatte ein kleines pelziges Etwas auf dem Arm.
Maxi (jetzt wo ich über ihn schreibe, springt er mir direkt auf den Schoß xD)
Wir haben ein kleines Katerchen gefunden und an dem ersten Abend war er sehr verschreckt, hat sich aber sofort in mein Bett gekuschelt und geschlafen.
Die WG hat ihn vom ersten Moment ins Herz geschlossen und es wurde gemeisnchaftlich beschlossen ihn zu behalten.
Da der Kleine gehumpelt hat und an der Unterlippe eine offene Stelle hatte, sind wir am nächsten Morgen mit ihm zum Tierarzt.
Sonst war er kerngesund, hat uns nur Antibiotika gegen Entzündung und Wurmtabletten gegeben. Auch die Schule hat kein Problem damit, dass wir unseren kleinen Freund adoptieren (es gab sogar Unterstützung von der Schulleiterin).
Jetzt geht es unserem Tiger wunderprächtig und er hält uns ganz schön auf Trab.


Erin

Anna (die dumme Nuss) hat sich im Vorfeld für nur 6 Monate Neuseeland entschieden. Wir konnten sie zwar davon überzeugen auf 12 Monate zu verlängern, aber rein organisatorisch konnte sie nicht an Nga Tawa bleiben, weil schon ein anderer Freiwilliger geplant war.
Also haben wir Anna schweren Herzens nach den Ferien verabschiedet (sie ist jetzt in El Rancho, da wo JD vorher war) und Erin freudig begrüßt.
Erin kommt aus Kanada und das erste was mir einfällt ist, dass sie riesig ist. RIESIG xD
Nein, sie ist auch sehr lustig und nett, macht folglich jede Menge Spaß.

Kapa Haka

Dieses Wochenende war schönes Wetter und Maria, Freddy und ich sind am (verhältnismäßig) frühen Morgen nach Feilding, besser gesagt zum Hato Paora gefahren.
Das ist das Maori Jungs College, das Freddy (unter der Woche xD) beheimatet. Und die hatten am Samstag Gala Day, also wie Tag der offenen Tür (Maxi hat sich grad übrigens in sein eigenes Bein gebíssen xDD dumme Katze). Die Seniors (also Yr 13) haben sich da auf die Bühne gestellt und gesungen und gemeinerweise kann jeder Maori singen. Ich weiß nicht genau wieso, aber so isses einfach.
Sie haben zwei Lieder gesungen, also einfach nur gesungen, zwei Lieder gesungen und dazu ein bisschen performt (schwer zu beschreiben) und dann haben sie einen Haka gemacht.
Wir saßen in der dritten Reihe und ich hatte Angst.
Zum einen nehmen die das sehr sehr ernst, also kauf ich denen durchaus ab, dass sie mich auffressen, wenn ich nich schnell genug renne und zum Zweiten war es das erste Mal das ich einen Haka live gesehen habe.
Am krassesten ist der Typ, der die Anweisungen brüllt (und ich meine BRÜLLT), weil sie das eiskalt 3 oder 4 Minuten gemacht haben.
Wer schon mal den Kamate Haka vom Rugby gesehen hat, der hat ne ungefähre Vorstellung davon wie sowas aussieht.
Aber es ist noch krasser, wenn man weiß, dass jeder Stamm, jede Familie, jede in wie fern auch immer zusammengehörige Gruppe einen eigenen Haka hat.
Die einzelnen Häuser am Hato Paora haben eigen haka, die sich dann noch mal in Junior und Senior unterscheiden. Sehr beeindruckend.
Tolles Erlebnis.Daumen hoch für die Jungs.

Erlebnisse an Nga Tawa

Zur Zeit ist die Organisation und die ganze Schule das absolute Chaos. Hier hat das neue Schuljahr im Januar angefangen und es muss erstmal alles neu sortiert und justiert werden. Am Anfang hatten wir ein bisschen Gerenne mit den neuen 9t Klässlern. Die hatten nämlich permanent Heimweh.
Wir hatten sogar ein Mädchen, die verneint hat zu essen, und so durchbringen wollte, dass sie nach Hause kann. Sie hat sich aber eingekriegt und es geht ihr gut und sie isst jetzt auch.

Für mich bedeutet das eigentlich grade ziemlich viel Stress im Sportdepartment.
Jetzt grade ist Athletic und Swimming Saison und wir hatten erst die Ausscheidungen an der Schule (wo jedes!! Mädchen teilnehmen musste) und jetzt geht es zu den regionalen Meisterschaften, wo wir versuchen möglichst viele Mädchen zu qualifizieren, damit wir die dann zu den Nordinsel-Meisterschaften schicken können.

Dann wählen die Mädchen grade ihre Sportarten für den zweiten Term und so weiter und so weiter. Viel zu tun und ich hab schon 3Mal am Samstag arbeiten müssen. Aber das ist okay, denn es zahlt sich irgendwann alles aus.
Für mich in 3 Wochen, da fahr ich nämlich mit den Year 13 Mädchen ins SportCamp auf die Südinsel (jahaa, Nga Tawa zahlt halt xD) und wir gehen Kajaken im Marlborough Sound.


Sonst gibt es glaub ich nichts Neues, mir fällt zumindest grad nichts eins.
Der nächste Eintrag kommt dann übernächste Woche, denn da feiert Marton die Harry Potter Party. Ja ja, jeder kommt als Charakter.
xD Aus Langeweile entstehen Welten.

Ich verabschiede mich jetzt.

Liebste Grüße von hier und in 17 Wochen bin ich zu Hause.

Thea

Montag, 13.02.2012

Nur eine tote Sandfly ist eine gute Sandfly

 

Ferienreport!! Endlich. Ja ich weiß, Asche auf mein Haupt, aber ich bin erst jetzt dazu gekommen zu schreiben.
Schiebt es ruhig auf meine vielen Erfahrungen und Eindrücke, die ich verarbeiten musste.
Ja, das ist doch mal ein guter Grund.

Achtung: lang!

Aaaaalso. Es ging am 12.12. tatsächlich los und das wars auch schon mit irgendwelchen Daten, denn ich bezweifle, dass es ab jetzt chronologisch weiter geht.

An besagtem Montag ging es nach Wellington auf die Fähre. Dort haben wir 3 Stunden verbracht, ehe wir dann unsere Füße auf neuseeländischen Südinselboden setzen konnten.

Die Südinsel ... ich zitiere jetzt einfach jeden Reiseführer, aber es ist einfach eine ganz andere Welt. Irgendwie kommt sie einem kantiger und zackiger und wesentlich rauer vor als die Nordinsel.

Erste Haltestelle: Picton. Wir waren zu dem Zeitpunkt: 5 Marton-Girls (Bente, Maria, Anna, Silja und ich) sowie Freddy und dann noch Marie, Inken (beide aus Hamilton) und Patci und der Russe (beide aus Australien und der Russe heißt eigentlich Artjom, aber wer nennt ihn schon so??). Wir haben dann erstmal Picton erkundet, was im Prinzip darauf hinauslief auf einem Kinderspielplatz dummes Zeug zu veranstalten.

Dann ging es auf Übernachtungsmöglichkeitssuche. Wer meine Blogs aufmerksam liest erinnert sich an DOC-Campingplätze. Das sind vom Staat verwaltete, billige Campingplätze. Da haben wir häufig Zuflucht gesucht, so auch an diesem ersten Abend.
DOCs haben den großen Vorteil, dass sie meistens sehr abgelegen liegen (was Segen und Fluch sein kann), jedenfalls hatten wir so teilweise einfach wunderschöne Aussichten.
Wir schliefen entweder im Auto, oder im Zelt, je nach Wetter- und Gemütslage.

Leider mussten wir unseren Aufenthalt in Picton um einen Tag verlängern, da Sonny unser treuer Van einige Probleme hatte. Herausgestellt hat sich, dass der Temperaturfühler für den Motor kaputt war und so der Motor überhitzte, wann immer der Van bergauf fuhr (was ungefähr jeden Tag der Fall war). Jedenfalls haben wir einen freundlichen Kiwi-Mechaniker gefunden, der uns das ganze sehr simpel und für wenig Geld repariert hat. Danke an ihn.

Nachdem das geklärt war, waren wir alle ziemlich heiß Picton zu verlassen (denn so spannend ist der Ort wirklich nicht). Es ging Richtung Nelson, und je näher wir kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Regen. Na toll und das in unseren Sommerferien.

Leider hatten wir durch den Mechaniker viel Zeit verloren und trennten uns von Inken, Marie, Patci und dem Russen, die weiter fuhren, während wir auf Übernachtungsmöglichkeitssuche gingen (mal wieder). Wir hatten einen konkreten DOC-Campingplatz ins Auge gefasst doch wir wurden auf dem Weg dahin von Straßenarbeitern vorbei gewunken, offenbar war der DOC an diesem speziellen Abend geschlossen. Wir fuhren weiter und sahen große Trucks, unter anderem mit Möbelwagen. Dann sahen wir Zelte und eine Brücke war abgesperrt, sodass man nichts sehen konnte. Wir waren ja schon misstrauisch, aber dann hat der Mann, der ein großes Stativ durch die Gegend getragen hat, alles verraten. Das war ein Set vom neuen "Hobbit" Film. Und wir waren genau an DEM Tag da, an dem gedreht wurde, das heißt wir waren nicht weit weg von Peter Jackson und allen Schauspielern (hier möchte ich den Trailer des Films wärmstens empfehlen, ANSEHEN!).

Das war der erste Höhepunkt der Ferien. Leider wurde das Wetter nicht besser, auch am nächsten Tag in Nelson nicht. Regen aus Kübeln. Wir Mädels haben uns dann in Regenjacken geworfen und haben uns mutig nicht unsere gute Laune verderben lassen und haben uns in die Fluten geworfen um die Stadt zu erkunden (Freddy das Mädchen ist nicht mitgekommen).
Danach wollten wir schnell ins Trockene, Campingplatz war ausgeschlossen. Also sind wir auf Hostelsuche gegangen und haben eins gefunden und haben sogar ein eigenes kleines Apartment bekommen. Das war wirklich schön (Badewanne!!) und hat uns den Tag doch noch versüßt.

am nächsten Morgen hieß es nur so schnell wie weg. Wir wollten so schnell es geht raus aus Nelson, an die Westküste. Eine gesperrte Straße machte das Verlassen Nelsons nicht ganz so einfach (diesmal kein Filmset), aber es ging weg.

Je weiter wir von Nelson weg kamen, desto besser wurde das Wetter und das blieb fast ausschließlich so, dadurch lässt sich meine Bräune erklären xD).
Nach Westport (laaaaangweilig) sind wir zu den Punakaiki "Pancake"Rocks. Das sind Felsformationen im Wasser, die aussehen wie gestapelte Pancakes (naja nicht wirklich, aber Kiwis eben). Jedenfalls war es wirklich schön und da es ein wenig stürmisch und wolkig war, im Hintergrund die Berge die Horizontlinie zerklüfteten und das Meer die Felsen umtoste, hatten wir die ersten wirklich wunderschönen Eindrücke der Südinsel.

Nach Greymouth (auch nicht spannend) hieß es hallo Arthur's Pass. Das ist ein Pass (wie der Name schon sagt) quer durch die neuseeländischen Alpen. Dort haben wir ungefähr auf der Hälfte Halt gemacht und auf einem DOC (der absolut verlassen war) gehalten und gecampt. An einem Bergsee. Einfach wunderschön, nur leider viel zu kalt für den Sommer. Und eine Plage verfolgte uns überall hin. Sandflies. Die kleinen Biester, sind sehr klein und sehr gemein. Wenn sie einen gebissen haben jucken die Bisse Tagelang und schwellen an. Deswegen der Spruch "Nur eine tote Sandfly ist eine gute Sandfly. "
Das Problem ist, dass Sandflies tagaktiv sind und wenn sie schlafen gehen kommen die Mücken. 24 Stunden Plage. Weiter im Text.

Am nächsten Tag sind wir weiter zur Ostküste. Genauer gesagt: Christchurch. Dazu hab ich ja eigentlich schon meinen Kommentar geschrieben. es ist sehr traurig da zu sein, soviel kann man sagen. Aber auch die Erfindungen der Kiwis in der schweren Zeit sind erstaunlich. Im (noch begehbaren Stadtzentrum) stehen Container (wie auf dem Bau) nur in allen erdenklichen bunten Farben und darin sind Übergangs Cafés, Shops und Banken entstanden und auf diesen paar Quadratmetern wuselt das Leben. Christchurch hat quasi zwei Gesichter.

Nach Christchurch sind wir nach Akaroa. Das ist eine kleine Siedlung in der Nähe von Christchurch und die ist totaaaal französisch. Irgendwie sehr niedlich. Dort sind wir hauptsächlich geschlendert und haben uns dann ein (verhältnismäßig) schickes Restaurant gegönnt (gemessen daran, dass wir uns sonst entweder von Nudeln oder Fast Food ernährt haben).

Dann ging es da wirklich hin. ich hätte ja nicht gedacht, dass man da hin fahren kann, aber man kann es wohl doch. Und es sieht wirklich so aus wie im Film. EDORAS.
Jahaa, ihr habt richtig gelesen: Edoras. Der Berg aus HdR, auf dem sie die komplette Stadt gebaut haben. Da sind wir hin und es ist so wunderschön. Einer der schönsten Orte in diesem Land (und es gab so viele). Wir sind auch auf den Berg geklettert (Eowyn lässt grüßen) und haben nach Spuren gesucht. Sie waren sehr gründlich, aber ein paar Nägel (einen) haben sie vergessen und wenn man oben steht, sieht man die Umrisse eines Gebäudes weiter unten (ich tippe auf ein Tor und den Wall). Sooo wundervoll.

Von Edoras ging es zu einem meiner Must-Do's auf meiner Neuseelandliste: der Lake Tekapo und da die "Church of the good Shepherd". Der See ist sehr unwirklich türkisblau (wegen irgendwelcher Bakterien oder so) und die Kirche davor ist aus Stein und sehr süß klein. (Einfach mal googeln oder auf meine Bilder warten wenn ich wieder da bin =])
Jedenfalls ist das DER Ort zum Heiraten (Kitsch!). Einfach traumhaft da.

Unser Weg führte uns danach die Ostküste herunter und nach Timaru. Eine wunderbare kleine süße Stadt. Auf dem Weg zur nächsten Stadt, Oamaru (ich sag ja, nicht die kreativsten bei der Namensgebung), sind wir an den Moeraki Boulders vorbei gekommen. Das sind vollkommen runde Felsen die am Strand liegen und nur bei Ebbe zu bestaunen sind.

Danach gings nach Oamaru. Die Stadt ist sehr künstlerisch und an jeder Ecke findet man dafür Beweise. So haben wir eine holländisch/dänisch/deutsche Bäckerei gefunden (und damit ECHTES Brot), eine Steinschleiferei, eine Töpferei und eine Gallerie in einer alten Whiskey-Fabrik. Sehr beeindruckend.

Oamaru ist auch bekannt für die zwei Pinguin- Kolonien, die in und um der Stadt nisten. Womit wir beim Thema Tierwelt wären. Wir haben so viele Seerobben gesehen, dass ich die Zahl nicht mal schätzen will, die kann man überall bestaunen. Dann die Pinguine in Oamaru, Albatrosse bei Dunedin und einen Seelöwen (die fetten Viecher) auf der Otago Halbinsel. (Nur immer noch keinen Kiwi -.-)

nach Oamaru war Dunedin nicht mehr weit. Das war, wie ich finde, die schönste Stadt der Südinsel. Deswegen sind wir auch 3 Tage geblieben. Es war ja auch Weihnachten (siehe Post davor). Die Stadt ist sehr schottisch und der Zentrale (achteckige) Platz ist voller Leben. Irgendwie ist Dunedin das neue Christchurch Neuseelands. Wirklich sehenswert.

Am 25.12. haben wir dann eine Fahrradtour auf der Otago-Halbinsel gemacht (zu den Albatrossen), wobei wir, hier wieder Freddy (die faule sau xD) ausschließt. War auf jeden Fall eine interessante Erfahrung.

Von Dunedin ging es sehr weit in den Süden, nach Bluff. Der südlichsten Stadt Neuseelands. Da steht (genau wie am Cape Reinga) ein Wegweiser, der die Entfernung nach überall (quasi) anzeigt. Nach Steward Island sind wir nicht gefahren (140 Dollar für die Fähre, HALLO??), aber Invercargill haben wir besucht (auch nicht sooo spannend).

Von dort ging es zügig nach Te Anau. Das ist der Start (und End-)punkt des Kepler Tracks. Jetzt fragen alle "Wasn das?" Tja, ich nenn es lieber "der Weg in die Hölle".
oder anders: 62 Kilometer über die Berge. Ein Wander (haha)weg, den man normalerweise in 4 Tagen läuft. Für uns Mega Sportler (haha) war das aber keine Herausforderung, also sind wir den in 3 Tagen gelaufen. Nach dem zweiten Tag (wo wir den kompletten Auf- und Abstieg gemacht haben) konnte ich weder laufen, noch liegen, noch atmen ohne dass irgendwas weh tat. Das tolle war ja, dass man den Track nicht einfach läuft, sondern man trägt ja auch alles mit sich was man braucht: Essen, Getränke (4,5 Liter), Klamotten, ein ZELT.

Mir tat alles weh, ich werde sowas nie wieder machen, aber ich bin ziemlich stolz auf mich, dass ichs am Ende wirklich gemacht habe.

Ungünstiger weise war der letzte Tag des Tracks (wo wir mal eben 22 km gelaufen sind) der 31.12.2011. SILVESTER. Und wir wollten ja noch nach Queenstown. Aber in Te Anau haben wir (nach 3 Tagen, jammi) erstmal in eine Dusche investiert (die bisher beste meines Lebens!!). Nach 3 Tagen Jogginghose, Wanderboots und Socken in den Hosen (von fettigen Haaren ganz zu schweigen) sah man dann im Kleid und mit Make-up aus wie ein anderer Mensch.

In Queenstown angekommen haben wir  nicht mal mehr versucht ein Hostel zu finden, sondern einfach nur einen Parkplatz.
Dort haben wir ungefähr jeden getroffen, den wir in dem Land kennen. Geschlafen haben wir im Prinzip auf einem Parkplatz direkt neben einem Haufen Gangstern, die da ihre ganz eigene Party gefeiert haben. aber nachdem wir dem Häuptling erlaubt hatten auf unserer Motorhaube zu verweilen, waren wir akzeptiert (ein bisschen Hellersdorf-Feeling kam da schon auf).

Ich hab als einer der ersten Menschen das neue Jahr begrüßt und es ist komisch das in einem kurzen Kleid ohne Schnee machen zu können und vor allem ohne Feuerwerk. Wobei das nicht ganz stimmt. Es gibt ein Feuerwerk. Eins. Von der Stadt organisiert. Um Mitternacht. Für 10 Minuten. Und danach sieht man keine Rakete mehr am Himmel.
Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Fan von Raketen und Böllern bin, aber irgendwie fehlt es einem doch.

Den 1.1. haben wir auch in Queenstown verbracht und alle am Strand getroffen (wo ich ne Mauer gebaut hab xD). Und haben uns dann bald auf den Weg zum Milford Sound gemacht.
Allein da hin zu fahren ist unbeschreiblich. Es gibt dort einen Tunnel (an dem man schon mal 15 Minuten warten muss, ist nämlich nur One-Way) und davor sind Eisschichten im Tal. Einfach so und überall schmelzende Eisschichten (vollkommen verrückt). Und dann der Milford Sound selbst. Ohne Worte.

Von da mussten wir wieder zurück nach Queenstown (dumme Straßenführung) und sind wieder in den Norden gefahren. Zu den Gletschern. Das sind die einzigen Gletscher der Welt, die so nah am Meer sind. Und vollkommen verrückt (wobei wir leider nicht drauf rumkraxeln konnten - ausgebucht).

Dann ging es in den Norden und dort haben wir uns getrennt. Die Mädels sind weiter gefahren und Freddy und ich sind nach Christchurch gefahren. Dort haben wir Julia abgeholt die mich besuchen wollte. Wir haben sie dann eingepackt und sind zusammen weiter. Noch mal ganz liebste Grüße an sie. Die Zeit mit dir war wirklich wirklich wunderschön und ich hab mich so gefreut dich zu sehen.

Zusammen sind wir dann Von ChCh nach Hanmer Springs (da gibbet heiße Quellen, sehr schön), Kaikoura (leider verregnet) und wieder nach Nelson (und - oh Wunder- wieder Regen). Dann sind wir noch weiter in den Westen, zum Abel Tasman National Park und der Golden Bay (heißt so wegen goldenen Stränden, kreativ ich weiß).

Dann zurück durch Nelson (und diesmal: Sonne, kaum zu glauben) nach Picton und von da auf die Fähre.


Und das wars.
Naja es gibt noch mehr, kleine und große Geschichten, eine Milliarde Fotos, Videos und viel zu erzählen, aber was wär ich für ein Geschichtenerzähler wenn ich euch jetzt schon die (ganze) Spannung nehme.

Es war auf jeden Fall ein wunderbarer Urlaub und die schönsten 42 Tage an einem Stück (glaub ich xD).

ich danke allen Menschen, die dabei waren und die es besonders gemacht haben. Vor allem dir, ohne dich wär es nie so toll geworden.

Fotos gibbet jetzt noch nich, kommen wenn ich Zeit für habe.

Verzeiht mir noch mal die Verspätung, Rechtschreibfehler könnt ihr behalten und immer dran denken: nur eine tote Sandfly ist eine gute Sandfly.

Alles Liebe

Thea

Samstag, 24.12.2011

Ferien, Weihnachten, Erdbeben

Hallo liebe Leute,
lasst euch gesagt sein: Die Suedinsel ist viel schoener als die Nordinsel!!
(der ausfuerhliche, lange Bericht kommt noch).

Heute ist hier Weihnachten, also Heiligabend und ich kann nur sagen, dass es wirklich komisch ist das zu feiern wenn draussen bruetende Hitze ist und man selbst in GEbauden schwitzt.
Zu Weihnachten gehoert einfach Schnee und die Kaelte.

Aber wir lassen uns die gute Laune nicht nehmen und feiern heute mit einem schoenen Abendessen.

Sonst reisen wir viel durch die Gegend und geniessen die einzigartigeNatur Neuseelands.
Und freuen uns ueber verrueckte Kiwis (nein, nicht die Voegel).
Gestern haben wir tatsaechlich einen Busfahrer im Weihnachtsmannkostuem gesehen.
Die spinnen die Kiwis.

Nun noch ein paar Worte zum letzten Erdbeben in Christchurch.
Wir waren vor ein paar Tagen wirklich da und haben die Stadt gesehen und ich muss sagen, grade die abgesperrte Innenstadt ist ein trauriges Bild, sieht aus wie eine Geisterstadt.
TRaurig zu hoeren, dass noch mehr kaputt gegangen ist und wie ich lese auch Menschen zu Schaden gekommen sind.
Wie gesagt uns betrifft das nicht, da wir zurzeit in Dunedin sind.
Ich hab persoenlich auch nichts vom Erdbeben gespuert.
Mir tun die Leute in ChCh sehr leid und noch mehr da es um Weihnachten ist.
Allerdings denke ich kaum, dass das die gut gelaunten Kiwis abhalten wird Hoffnungen in ihre Stadt zu setzen und sie wieder aufzubauen.
Und wenn es soweit ist komm ich wieder um mir die Stadt ganz und schoen anzusehen.

 

In dem Sinne.
Ich wuensche euch im kalten weihnachtlichen Europa wunderbare Weihnachten und schreibe euch wieder wenn der Uralub vorbei ist (uebrigens erst Ende Januar ;D)

Thea

Freitag, 02.12.2011

Danke Laura

Wochenreport!

Ja richtig gelesen.
Nachdem das letzte Wochenende viel in Wanganui verbracht wurde (surfen, andere Freiwillige besuchen, shoppen etc.) war doch tatsächlich mal die Woche spannend.
Es ging nämlich mit den Mädchen der 10ten Jahrgangsstufe ins PE Camp. Stellt euch das als Klassenfahrt mit besonderem Schwerpunkt auf sportliche Aktivitäten vor. Und da brauchte man eben alle 5 Tutors. Also sind wir Dienstag in den Bus gestiegen und ab ging es Richtung New Plymouth, Mount Taranaki. Um ganz korrekt zu sein, circa 10 km von Inglewood entfernt in ein Camp. Dort angekommen wurden wir begrüßt und haben unsere Hütte gezogen. Dann ging es fast sofort in die verschiedenen Gruppen. Es gab 6 und jede wurde von einem von uns betreut. Ich hatte Gruppe 6.

Am Dienstag hatten die Mädels dann 2 Aktivitäten. Da war eine Art Kletter-Parcours aufgebaut und die Mädchen mussten Hindernisse umklettern und im Team arbeiten. Da das camp ziemlich selbstverwaltend war und nur die Aktivitäten von Instructorn betreut wurden blieb an uns vor allem das Essen hängen. Da noch eine Grundschule in dem Camp war, waren die Mahlzeiten immer laut und anstrengend. Nachmittags passierte dann nicht mehr so viel und die Mädchen konnten schwimmen gehen oder was auch immer tun. Wir sind an dem Tag auch nicht alt geworden und schnell ins Bett verschwunden.
Der nächste Tag war voll gepackt mit Aktivitäten, angefangen bei Abseilen (im englischen lustigerweise „abseiling“ genannt) über Gras-Kart fahren, Klettern auf dem Parcour, Seilbahn fahren und kleinen Denkaufgaben. Ich hatte nicht wirklich etwas zu tun und war meistens einfach nur der Kamerahalter und Sonnenmagnet (hallo Sonnenbrand).
Abends sind Bente und ich dann übers Gelände gelaufen um Handyempfang zu haben. Wir mussten eine Kuhweide erklimmen bis wir einen Balken hatten und somit Kontakt mit der Außenwelt.
Auch an dem Abend waren wir einfach fertig und 21 Uhr im Land der Träume.
Donnerstag durften die Mädchen Kajaken, Orientierungslauf machen und noch eine letzte Kletteraufgabe bewältigen.
Dann kam der Graus der Woche, River Tubing, zu deutsch auf einem mickrigen Gummireifen den Fluss runter durch Stromschnellen und durch Felsen. Da ich ja aber nicht einfach Teilnehmer war, sondern eben Aufpasser bekam ich die undankbare Aufgabe ganz zu letzt zu schwimmen und aufzupassen, dass keines der Mädchen zurück bleibt. An sich klingt das ja nett, aber ich hatte ein Mädchen (Laura), die schon mit dem einfachen schwimmen Probleme hatte und ich sie quasi geschoben habe. Dann hatte sie furchtbare Angst vor den Stromschnellen und hat sich an Felsen festgekrallt. Und inmitten eines Flusses mit Strömung mal eben anzuhalten und auf sie zu warten ist nicht so einfach. Dann hab ich sie tendenziell durch alle Strömungen schubsen müssen und hatte dann keine Zeit mehr mich abzufangen, weswegen ich so ziemlich jeden Felsen dieses Flusses mit irgendeinem Körperteil mitgenommen habe.
Meine Hüfte sieht am schlimmsten aus: faustgroßer blauer Fleck, der in allen Farben leuchtet. Wundervoll. Als es dann (ENDLICH) aus dem Wasser ging sahen die Mädchen ziemlich mitgenommen aus. Aber es ging erbarmungslos weiter, denn der letzte Programmpunkt war „Bush Camp“. Was für Gruppe 5 & 6 Übernachtung im Wald bedeutet hat. Und natürlich für mich und Silja auch.
Kurzfassung ist auf Wurzeln schlafen und in einem Zelt schlafen, dass im Prinzip aus zwei Planen und 3 Stöckern bestand. Aber es ging irgendwie alles und schon war Freitag (heute) und es ging nach Hause. Jetzt liege ich endlich wieder in einem bequemen Bett und freue mich auf einen wurzellosen, warmen Schlaf.
Also es zeigt sich, Tutor sein ist nicht immer ein Zuckerschlecken und man muss schon mal seine Hüfte opfern um Laura in eine Stromschnelle zu schubsen (das Mädchen lasse ich noch irgendwie dafür bezahlen, Fenster putzen oder so).
Aber man ist nun auch schön braun und Mückenstiche und blaue Flecke härten einen ja bekanntlich.
Ich grüße euch hiermit herzlich und freut euch mit mir auf die Ferien, die übernächste Woche anfangen.

Liebste Grüße
Thea

Montag, 21.11.2011

Die Woche endet mit dem Wochenende (Weisheit)

Wochenendreports!
ja ja ja, ich war mal faul und häng ziemlich hinterher, aber es ist auch nicht so viel passiert.
Aber jetzt mal chronologisch.

1.Wochenende – Party Party

Es hieß großes Partytreiben in unserem Haus. Wir haben unsere Freunde von der ganzen Nordinsel eingeladen das Wochenende zu uns zu kommen und die Zeit gemeinsam zu verbringen.
So kamen am Freitag schon viele an, obwohl die eigentliche Party erst Samstag sein sollte. Aber das macht ja nichts, wir feiern eben zweimal.
Es ging hoch her, mit unseren Freunden aus Rotorua kam auch der Blues wieder in unser Haus und es gab Gesang und Gelächter.
Samstagmorgen gabs dann erstmal Frühstück und dann einen Trip nach Palmerston North, für alle die Lust drauf hatten (was fast alle hatten).

Dann trudelten die letzten Leute auch noch ein und die Party war in vollem Gange.
Es war ein sehr schöner Abend und unser Haus war wunderbar voll mit Leuten, Stimmen und Spaß.
Sonntag ging es dann für alle nach Hause und für uns ging es mit dem Staubsauger durchs Wohnzimmer, aber das war nur halb so schlimm.
Es war wirklich schön und ein Dank geht hiermit an alle, die da waren.

2. Wochenende – Gute Besserung

Das Wochenende war schon gar nichts geplant.
Freitagabend gab es einen spontan Filmabend mit ein zwei Freunden und dann gings auch schon ins Bett. Samstag ging es kurz nach Palmy zum Shoppen und danach nach Hause. Und da hat es mich voll erwischt. Danke Erkältung. Ich lag mit Fieber flach im Bett und hab mich mit Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen geplagt. Aber ich hatte sehr kompetente Gesellschaft und es ging bald wieder besser. Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Auskurierens.

3. Wochenende – La dolce Vita

Freitag – Kino (Breaking Dawn ist so ein schlechter Film)

Samstag – Bett, schlafen, Essen, schlafen, Essen, schlafen

Sonntag – Bett, schlafen, schlafen, Essen.

Wenn das nicht spannend war, ich hab euch ja gewarnt.
Aber auch das muss mal sein, das große Entspannen vor den nächsten Abenteuern. Und die sind gar nicht mehr so fern. In zwei Wochen geht’s zum Berg klettern und dann sind auch bald schon wieder Ferien. Also verzeiht die Ruhepause, bald gibts wieder aufregende Abenteuer von down under.
Bis dahin alles Gute.

Montag, 31.10.2011

Relax(o)

Wochenendreport!

Der ist relativ unspannend. Denn es war ein Wochenende ganz dem Motto „Urlaub vom Urlaub“. Also für mich ein Wochenende, das ich einfach nur im Bett verbracht habe. Geschlafen, rumgelegen, nichts gemacht. Das war das Paradies auf Erden. Praktischerweise war das im Kollektiv und es haben alle rumgelegen und entspannt.

Silja und Anna sind tatsächlich zum Reiten gefahren, haben sich also produktiv betätigt, aber wir anderen (inklusive Freddy) haben rumgelegen und nichts getan. Naja, Freddy hat dann noch gekocht (was echt schon wieder lecker war) und dann haben wir Filme geguckt. Sonntag gab es das Projekt Kuchen backen, da wir Joyce, als Dank für das leckere Essen bei ihr, zu uns zu Kaffee und Kuchen eingeladen hatten.

Der Kuchen ist leider nicht ganz geglückt und hat sich zu (trotzdem leckeren) Pudding transformiert und wir hatten ein schönes Kaffekränzchen mit Joyce. Als sie dann weg war haben wir noch einen Film gesehen und das Wochenende war schneller vorbei als sonst (was bei ungefähr 28 Stunden Schlaf nicht verwunderlich ist).

Nächstes Wochenende wird Kontrastprogramm. Zwar auch hier in Marton, allerdings mit circa 20 Anderen Freiwilligen, denn wir schmeißen eine Party.

Also wird der nächste Bericht länger und spannender.

Bis dahin, liebe Grüße.

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